Gay Bars in Tokio drehen sich fast ausnahmslos um Shinjuku Ni-chome, das mit Abstand größte schwule Viertel Japans. Auf wenigen Häuserblöcken liegen hier mehrere hundert Lokale dicht beieinander. Vieles davon ist winzig: Manche Bar fasst kaum mehr als ein Dutzend Gäste, was für eine sehr persönliche Stimmung sorgt. Während sich einige Läden an ein ganz bestimmtes Publikum richten, sind andere offen für alle. Für den ersten Abend sind die foreigner-friendly Adressen der einfachste Einstieg, weil dort Englisch gesprochen wird und niemand schief schaut, wenn man neu ist. Bekannt und seit Jahren etabliert sind etwa das Aiiro Cafe mit seiner Terrasse an der Straßenecke, das Arty Farty und die Dragon Men.
Das Viertel erreichst du zu Fuß vom Bahnhof Shinjuku-sanchome, der von mehreren Linien angefahren wird. Lebendig wird es spät. Oft passiert vor 22 Uhr wenig, und am Wochenende füllt sich Ni-chome bis in die frühen Morgenstunden. Anders als in europäischen Szenevierteln verlangen viele Bars eine kleine Tischgebühr oder berechnen Getränke pro Glas, das gehört in Tokio dazu. Weil alles so nah beieinander liegt, kannst du an einem Abend mehrere Lokale abklappern, von der ruhigen Eckkneipe bis zum Tanzladen. Die folgenden Adressen helfen dir, in dieser dichten Szene den passenden Ausgangspunkt zu finden.