Gay Bars in Tel Aviv verteilen sich über mehrere Viertel, statt sich in einer einzigen Straße zu bündeln. Viel passiert rund um den Rothschild-Boulevard, das angrenzende Neve Tzedek und die Gegend um die Dizengoff- und Shenkin-Straße, wo Bars, Cafés und kleine Clubs nah beieinander liegen. Weiter südlich prägt Florentin das Bild. Mit Streetart, Kneipen und Technoläden zieht das alternative Quartier ein jüngeres, queeres Publikum an. Auch entlang der Allenby-Straße reiht sich nachts einiges aneinander.
Die Szene gilt als offen und gemischt, klare Grenzen zwischen schwulen und queerfreundlichen Läden gibt es kaum. Viele Adressen sind keine reinen Männerbars, sondern Treffpunkte, an denen sich alle wohlfühlen. Vom Ausgehen im Freien lebt die Stadt, und an warmen Abenden zieht sich das Geschehen auf die Bürgersteige und Plätze. Losgehen tut hier wenig vor Mitternacht. Viele Clubs füllen sich erst spät und laufen bis in den Morgen. Ein fester Termin im Kalender sind die wöchentlichen Partyreihen, die zwischen verschiedenen Locations wandern, sowie der Pride-Zeitraum im Juni, wenn die ganze Stadt im Ausnahmezustand ist. Wer flexibel bleibt und sich treiben lässt, findet schnell den passenden Abend.